Hans Leyendecker bekräftigt "Nein" zu AfD-Politikern beim Kirchentag

Es bleibt dabei: Der Kirchentag in Dortmund bietet keine Bühne für AfD-Politiker. Gesucht wird aber der Dialog mit Anhängern und Wählern der Partei. Soziale Verwerfungen sollen diskutiert und Gräben überwunden werden.

Kirchentagspräsident Hans Leyendecker hat die Entscheidung verteidigt, keine AfD-Vertreter zur aktiven Teilnahme am Deutschen Evangelischen Kirchentag im Juni in Dortmund zuzulassen. "Wir laden keine Hetzer und keine Rassisten ein", sagte er am 20. November in Bielefeld. AfD-Politikern dürfe "kein Podium für ihre populistische Propaganda" geboten werden.

Anders sei es mit Anhängern und Wählern: Sie sollten in Foren zu Wort kommen und über ihre Situation und ihre Probleme sprechen. Viele Menschen hätten heute das Gefühl, sie seien mit ihren Sorgen um den Arbeitsplatz, die Rente oder die Wohnung allein, ihnen höre niemand zu und sie würden nicht verstanden. "Die sozialen Verwerfungen in unserem Land müssen deutlich zur Sprache kommen", betonte Leyendecker. "Wir wollen das Gespräch mit allen suchen, die an wirklichen Gesprächen interessiert sind."

Insgesamt soll der Dortmunder Kirchentag nach den Worten seines Präsidenten theologisch, politisch und unbequem sein. Er wünsche sich einen "Kirchentag der klaren Worte", der die Vielfalt der gesellschaftlichen Positionen in einen Dialog bringe. Aber nicht nur Probleme und Krisen würden thematisiert, sondern an einem "Ort der guten Nachrichten" würden auch Erfolge und Hoffnung ins Blickfeld gerückt.

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